OLG Hamburg, Beschluss vom 05.11.2012 – 2 Wx 64/09

Ist in der Gemeinschaftsordnung vereinbart, dass jeder Wohnungseigentümer berechtigt ist, sein Wohnungseigentumsrecht „nach seinen Wünschen“ um- oder auszubauen, und zwar auch dann, wenn dadruch in das Gemeinschaftseigentum eingegriffen wird, sofern die übrigen Wohnungseigentümer hierdurch nicht unzumutbar auf Dauer benachteiligt werden, überschreitet der Ausbau des Spitzbodens (Sondernutzungsrecht) zu Wohnzwecken die Schwelle zur dauerhaften Unzumutbarkeit auch dann nicht, wenn gemäß behördlicher Auflage in der Baugenehmigung auf der sondernutzungsfreien Gemeinschaftsfläche vor dem Haus eine Aufstellfläche für Feuerwehrfahrzeuge zu schaffen und vorzuhalten ist.